Stress am Arbeitsplatz

Stress am Arbeitsplatz

Angestellte fühlen sich zunehmend gestresst. Dass zeigen nicht nur die vielen Berichte über neue Erkrankungen, die eine Folge von Stress am Arbeitsplatz sein sollen. Immer öfter geraten auch Unternehmen in die Kritik. Sie müssen sich vorwerfen lassen, ihre Angestellten schlecht zu behandeln und immer neue und höhere Ziele festzulegen, die die Angestellten dann erfüllen sollen. Aber welche Stressoren gibt es eigentlich und viel wichtiger, wie können Angestellte etwas für ihre Gesundheit tun, damit sie entspannt auf der Arbeit sind? Lesen Sie hier alle Antworten.

In vielen Fällen leidet das Privatleben

Unabhängig davon, ob es sich um Selbständige oder Angestellte handelt. Der Stress am Arbeitsplatz ist eines der häufigsten Themen, wenn zu Abend gegessen wird. Männer und Frauen fühlen sich teilweise stark ausgelaugt und wissen manchmal nicht, wie sie das nächste Projekt bewältigen sollen. Das Berufsleben ist schon lange nicht mehr im Gleichgewicht und hat natürlich auch einen Einfluss auf das Privatleben und vice versa. Wenn ein Bereich dann die Überhand nimmt, kann sich das negativ auf den anderen Bereich auswirken. Das bedeutet für viele Angestellte, dass sie am Wochenende nichts unternehmen, sondern Kräfte für die kommende Woche sammeln.

Diese Belastung zerrt an der Gesundheit. Dennoch bleiben viele Arbeitnehmer auch dann nicht zu Hause, wenn sie es eigentlich sollten. Zu groß ist die Angst, dass der Arbeitsplatz gefährdet sein könnte, wenn die Personalabteilung die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekommt. Dabei wäre es gut, wenn sich Angestellte vernünftig auskurieren und nicht andere Mitarbeiter mit einer Krankheit möglicherweise anstecken.

Warum muss ein Arbeitnehmer über drei Kanäle erreichbar sein?

Der zweite Grund für den Stress bezieht sich auf die Leistungsgrenze, die scheinbar nach jedem Projekt nach oben verschoben wird. Selbst, wenn sie bei einem vorherigen Projekt unerwartet übertroffen wurde und das eigentlich nur mit Glück zu tun gehabt haben muss, wird sie beim nächsten Mal weiter nach oben verschoben. Auch die elektronische Kommunikation sorgt für immer Probleme bei Angestellten. Sie können teilweise über drei innerbetriebliche Kommunikationskanäle gleichzeitig kontaktiert werden. Das ist natürlich viel zu viel und stellt jeden Angestellten vor eine Herausforderung.

Um den Stress auf der Arbeit zu senken, können Angestellte einige Maßnahmen selbst in die Hand nehmen und bei manchen brauchen sie auch die Hilfe der Firma. Zum Beispiel beim Betriebsklima. Ein positives Betriebsklima kann sich positiv auf die Zufriedenheit der Angestellten auswirken. Denn so ein Betriebsklima kann die Kommunikation zwischen den Angestellten und die Kommunikation zwischen Angestellten und Arbeitgebern verbessern und das kann dazu führen, dass sich Arbeitnehmer einfach entspannter ihrer Arbeit nachgehen können. Der Smalltalk auf dem Gang, die kurze Kaffeepause mit dem Chef, in der nicht über das Projekt, sondern über die letzte Betriebsfeier geredet wurde, sind zwei solcher angenehmen kleinen Ablenkungen. Diese vielen Kleinigkeiten können den Unterschied machen und letztendlich dazu führen, dass Angestellte entspannter auf der Arbeit sind.

Regelmäßige längere Auszeiten sind auch für Selbstständige wichtig

Darüber hinaus sollten sie öfter mal auf elektronische Kommunikationskanäle verzichten und stattdessen das Gespräch mit dem Kollegen suchen. Vor allem dann, wenn er nicht in derselben Abteilung arbeitet. Denn dann müssen Angestellte ein paar Meter zu Fuß gehen. Dass Bewegung im Allgemeinen immer gut für die Fitness ist und dass Angestellte dann auch ein paar Sekunden nicht an die Arbeit denken müssen, versteht sich von selbst. Übrigens, diese kleine Auszeit führt nicht dazu, dass die betrieblichen Ziele in Gefahr geraten, viel mehr verbessert die kurze Auszeit die Konzentration.

Letztlich kommt es auch darauf an, dass Angestellte auf ihre Gesundheit nach Feierabend achten. Wer hier zu viel Alkohol trinkt oder nach Feierabend die betrieblichen E-Mails überprüft, der wird nicht abschalten können und eventuell auch zu wenig schlafen.Gesunder Schlaf ist aber enorm wichtig, für jeden Angestellten. Denn nur dann kann der Tag verarbeitet werden und manchmal lassen sich so auch Stressoren lösen. Dasselbe gilt natürlich auch für Erholungsurlaube. Hier können Angestellte für eine kurze Zeit die Arbeit vergessen und neue Kraft tanken.

Fazit:

Der Stress von Angestellte wird in vielen Betrieben nur noch größer. Arbeitgeber und Angestellte sind hier in der Pflicht für Stressabbau zu sorgen. Arbeitgeber müssen realistische Ziele formulieren und Angestellte müssen lernen, dass sie nach dem Feierabend auch wirklich keine E-Mails mehr checken, sondern komplett von der Arbeit abschalten. Nur so kann ein effektiver Stressabbau gelingen und die Produktivität auf der Arbeit und die Mitarbeiter Zufriedenheit deutlich erhöht werden.

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