Mobilität: Wie die Zukunft der Fortbewegung aussieht

Mobilität: Wie die Zukunft der Fortbewegung aussieht

Die Zukunft der Mobilität – Trends zwischen Fahrradweg und Hyperloop

Unser Planet dreht sich immer schneller. Die Globalisierung fordert verstärkte Flexibilität und Dynamik der Gesellschaften. Metropolen boomen und stellen aktuell vorhandene Verkehrssysteme vor enorme Herausforderungen. Fakt ist, dass die Mobilität sich verändern wird. Unklar ist jedoch, wie wir in Zukunft von A nach B kommen? Werden wir schlicht mehr Fahrrad fahren oder doch in einer Kapsel mit mehr als 1.000 km/h zur Arbeit rasen?

Herausforderungen der Mobilität

Die Mobilität der Zukunft hängt maßgeblich von den Herausforderungen ab, welche die Städte zu bewältigen haben. Dabei ist zu unterscheiden, auf welchem Kontinent wir uns bewegen. Asiatische Metropolen wie Tokio oder Shanghai stehen heute schon vor größeren Herausforderungen als europäische Städte. Insgesamt rechnen die Vereinten Nationen damit, dass die Bevölkerung bis 2050 auf über neun Milliarden Menschen steigen wird. Der Großteil davon lebt in Städten. In den nächsten Jahrzehnten wird die Stadtbevölkerung um über 1,7 Milliarden Menschen wachsen. Da ist es leicht sich auszumalen, was passiert, wenn in asiatischen Megastädten der Motorisierungsgrad das gleiche Niveau erreichen würde wie in europäischen Städten.

Es gilt also zwei unterschiedliche Herausforderungen zu betrachten. In vielen Metropolen der Entwicklungsländer gibt es heute schon große Probleme die Bevölkerung mobil zu halten. Eine Steigerung des Motorisierungsgrades bei gleichzeitig explodierender Einwohnerzahlen, würde solche Städte zum Stillstand bringen und die Luftqualität weiter belasten. In Europa und den USA ist die Mobilität größtenteils gegeben. Hier geht es vielmehr darum den hohen Motorisierungsgrad zu reduzieren. Es gilt die Menschen für Fahrräder und den ÖPNV zu motivieren.

Trends und Entwicklungen

Schon heute ist es für viele Städte schwierig ihre Bevölkerung mobil zu halten. Die Transformation der urbanen Mobilität ist in vollem Gange. Was sind die wichtigsten Trends der Fortbewegung der Zukunft?

Sharing

Es wird zunehmend erkannt und akzeptiert, dass es nicht mehr notwendig ist ein eigenes Auto zu besitzen. Leihen statt Kaufen heißt die Devise. Carsharing Anbieter sind heute nahezu in jeder Großstadt zu finden und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch nicht nur Automobile werden geteilt, sondern auch Fahrräder, Taxis oder Roller.

ÖPNV

Ein weiterer Trend ist die Zunahme des öffentlichen Personenverkehrs. Weltweit wird massiv in den Ausbau des ÖPNV investiert. In Asien und Südamerika werden viele neue U-Bahnen Strecken und innovative Schnellbussysteme gebaut. Die westliche Welt erlebt gerade ein Comeback der Straßen- und Stadtbahnen. Neue Straßenbahnsysteme entstanden in den letzten 15 Jahren beispielsweise in Barcelona, Nizza oder Marseille. Auch München hat sein Straßenbahnnetz erweitert. Auch in vielen anderen deutschen Städte sind Erweiterungen geplant.

Radverkehr

Von anderen Verkehrsteilnehmern immer mehr anerkannt, wird der Radverkehr. Unterstützt wird diese positive Entwicklung durch die erwähnten Sharing Konzepte. So verzeichnen München, Berlin oder Frankfurt eine massive Steigerung an Radfahrern. Dennoch beschweren sich nach wie vor viele über die vorhandene respektive nicht vorhandene Radinfrastruktur. Eine Trendwende braucht offenbar etwas Zeit. Viele Kommunen investieren aber zunehmend Geld und Zeit um diesen Trend voranzutreiben.

Multimodalität und Smart-Card

Durch Smartphones ist es sehr einfach geworden zwischen verschiedenen Verkehrsträger zu wechseln. Wer von A nach B kommen will, kann problemlos per Handy-App herausfinden, welche Verbindung für ihn die schnellste, günstigste oder bequemste ist. So können verschiedene Sharing Konzepte und der ÖPNV kombiniert werden. Beispielsweise könnte man für den Weg zum Wocheneinkauf zuerst die Straßenbahn nehmen und dann den letzten Kilometer mit einem geliehenen Fahrrad zurückzulegen. Für den Rückweg mit den gefüllten Einkaufstaschen leiht man sich dann einfach ein Auto.

Diese Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger wird auch von den öffentlichen Verkehrsunternehmen erkannt. Mittlerweile werden die ersten sogenannten Smartcards angeboten. Das sind Tickets, die entweder kilometer- oder zeitabhängig immer den günstigsten Tarif für den Nutzer ermitteln. Die Abrechnung erfolgt dann bequem am Ende des Monats.

Hyperloop

Das Projekt Hyperloop, welches aus einer Idee von Unternehmer Elon Musk hervorgegangen ist, kann man noch nicht wirklich als Trend bezeichnen. Jedoch sollte man das Konzept, trotz der Kritik und Zweifel, durchaus ernst nehmen. Der Hyperloop soll Menschen in Kapseln durch eine Unterdruck-Röhre von A nach B bringen und zwar schneller als ein Flugzeug! Im Januar diesen Jahres wurden Konzepte im Rahmen eines Wettbewerbs auf einer Teststrecke im kalifornischen Hawthorne vorgestellt und getestet. Die schnellste Kapsel schickte ein Team der Technischen Universität München ins Rennen. Die Technologie ist technisch machbar, jedoch gibt es immer wieder Kritik bezüglich der hohen Kosten, die mit einer Umsetzung verbunden wären.

Fazit

Die urbane Mobilität ist im Wandel. Dabei setzen öffentliche Verkehrsbetriebe auf bewährte Konzepte des öffentlichen Verkehrs, wie den Ausbau und Weiterentwicklung von Straßenbahnen oder Schnellbussen. Innovative Konzepte wie Car- oder Bikesharing werden auch zukünftig weiter wachsen und den Wandel vorantreiben. Vor allem in Europa wird vermehrt in die Fahrradinfrastruktur investiert und die Fahrradkultur gefördert. Digitalisierung vereinfacht dass Nutzen verschiedener Verkehrsträger, wodurch die Mobilität flexibler wird. Ob schlussendlich Visionen wie der Hyperloop tatsächlich eines Tages eine Alternative bieten, bleibt jedoch abzuwarten.

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